B U L U G A

Im weit ab von allen anderen zivilisierten Ländern gelegene Buluga (hochentwickelte afrikanische Stammeskultur) muß der Fremde mit einigen Eigenheiten der Bevölkerung fertig werden. Weite Teile des Landes gehören zur Zeit zum Einflußgebiet der vier großen Stämme, das von der Zweiheit regiert wird: dem Großen Krieger und der Großen Zauberin. Die im Herrscherpaar verkörperte Dualität zwischen nach außem hin gewandten, kämpfenden Mann und nach innen hin gerichteter, Wissen suchender Frau ist überall in der Gesellschaft anzutreffen und führt dazu, daß kein Mann zaubern und keine Frau eine Waffe führen darf. Reisende, die diese Tabus nicht beachten, müssen mit drastischen Strafen rechnen. Die Trennung zwischen männlichem und weiblichem Prinzip überwindet die oberste bulugische Gottheit Unkulunkulu, die zweigeschlechtlich ist. Im Osten und Westen leben überwiegend unabhängige Völker und Stammesverbände.

Glaube: An der Spitze der bulugischen Götter steht die zweigeschlechtliche Fruchtbarkeitsgottheit Unkulunkulu, die aus sich heraus den Kriegsgott Pemba und die Göttin der Zauberei Belili geboren hat.
Neben dem Glauben an die Götter gibt es im Volk auch starke schamanistische Einflüsse und eine Reihe von Schamaninnen, die sich um das seelische Wohl der Landbevölkerung kümmern, besonders fernab der wenigen städtischen Siedlungen.
Sprache:

Bulugi (Kibulugi), Abaori, Ekh und Tz'e (Dialekt des Gnomenon)

Namen:

Galazi, Baleka, Jama ko-Ndaba, Unowandze

Stämme : Buluga - Die kriegerische Hochkultur
Abaori - Die Erben der Träumer
Tz'iu - Die kleinen Überlebenskünstler
Ekh'o Ekh'o - Die Wüstennomaden
 



Ich rufe das Silber
- Silber ist stumm.
Ich rufe das Tuch
- Tuch ist stumm.
Der Mensch allein ist es,
der zählt.

- Bulugische
Weisheit -

 

Die vier Städte:

Die vier festen Städte tragen den Namen des jeweiligen Stammes. Jede Stadt ist Sitz der Stammeseltern, ihrer weit verzweigten Familie, ihrer Berater, Bediensteten und Leibregimenter. Hier befinden sich auch die Ausbildungsstätten der Weißen Zauberinnen von Belili und die größten Konzentrationen an Kriegern.
Eine Königsstadt besteht im Grunde aus vielen eng zusammenlegenden, überwiegend sogar zusammengewachsenen Kraalen verschiedenster Größe. Allesamt sind sie umschlossen von einer besonders dicken und hohen Außenpalisade. Da die Städte im Laufe der Zeit erweitert wurden, finden sich solche Palisaden auch im Inneren und trennen nun verschiedene Stadtviertel voneinander. Die Städte ändern nicht wie viele Kraale ihren Standort, und so werden hier viele Hütten und Palisaden mit Lehm verputzt, bei großen Bauten sogar mit einer Lage Steinen und weiterem, mit Lehm verputztem, Flechtwerk überdeckt.
 
 
Ilobu Die Hauptstadt des Großkönigreiches der abaBulugu. Von hier aus herrschen der Große Krieger und die Große Zauberin über die vier großen Stämme.
 
Oschogbu Nach Ilobu die zweitmächtigste, aber auf jeden Fall die reichste und mit mehr als anderthalb Kilometer Durchmesser umfangreichste Stadt in Buluga.
 
Kukiya Ihr Einzugsgebiet ist nicht groß, doch zu diesem Stamm gehören die besten Schmiedekraale, und in der Näher der Stadt liegen die ergiebigsten Eisen- und Goldvorkommen Bulugas.
 
Wagadu Das kleinste und ärmste Königreich der abaBulugu.
 
 


Quellenbuch Buluga

   

MIDGARD - Heisses Land Buluga

Typ: Quellenbuch zu Buluga
Autor: Peter Kathe
Erscheinungsdatum: Oktober 2003
ISBN: 3-930635-75-5
Artikel-Nr.: 72140G
Umfang: Hardcover A4, 94 Seiten
Titelbild: Werner Öckl
Preis: 15,95 EUR

 

 

"Ja, es hat eine Zeit gegeben, da fielen die Toten, die nicht ruhen wollten, wie Heuschrecken über die Kraale der Menschen her. Das war die Zeit des bleichen Schreckens. Doch Belili schickte ihren Zauberinnen mächtige Magie, Pemba gab seinen Kriegern Mut und Kraft, und die Trommler trommelten, wie sie noch nie zuvor getrommelt hatten. So gelang es, die Plage zu überwinden. Die lebenden Toten wurden in die Wüste, die Berge und ins Meer getrieben. Seither sind die Menschen einigermaßen sicher vor ihnen.“
(Legende aus Wagadu)

Buluga. Von den fast ständig in Blitz und Donner gehüllten Dogon-Bergen im Westen über die weite Savanne bis zum Scheri, dem Fluss ohne Wiederkehr im Osten, von den undurchdringlichen Nyulumgimbi-Sümpfen im Süden über den glühend heißen Großen Graben und die von Steintornados durchzogene, trockene Tsetsengi bis hin zum geheimnisvollen Ougawarra, dem Land der Olikentauren im Norden – all das ist Buluga, das heiße Land tief im Süden Lamarans.

Ein Land ohne Schrift, ohne Geld, ohne Reittiere, ohne Rüstungen, ohne Seefahrt, ohne Priester – ist das eine Reise wert? Die Einheimischen konnten auch ohne diese Errungenschaften ihr Land bis heute gegen alle potentiellen Eindringlinge behaupten. Liegt es daran, dass Schwertklingen und Pfeilspitzen wie Wasser an den Kriegern abfließen? Oder liegt es an der legendären Macht bulugischer Zauberinnen? Was hat es mit den Berichten Reisender auf sich, die Buluga als „Land wo Träume wahr werden“ bezeichnen? Ein Land ohne Schrift, ohne Geld, ohne Reittier, ohne Rüstungen, ohne Seefahrt, ohne Priester – mit anderen Worten: Ein Land voller Herausforderungen!

Dieses Quellenbuch enthält Hintergrundmaterial zu der an afrikanischen und australischen Vorbildern orientierten Region Buluga, tief im Süden Midgards. Es enthält einen Überblick über die verschiedenen Landschaften, über die verschiedenen Völker samt ihren Sitten und Gebräuchen sowie über die Tier- und Pflanzenwelt. Weiterhin beinhaltet das Buch ausführliche Regeln zur Erschaffung landestypischer Abenteurer wie den Naturhexer, zum Einsatz bulugischer Magie, Waffen und Fertigkeiten sowie ein Thaumaturgium mit Zaubermitteln und magischen Artefakten.

 
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